VIBES feiert die Begegnung in Präsenz und spielt mit Aspekten der zwischenmenschlichen Verständigung – mit ausdrucksstarkem Tanz. Die Wellenlänge, die sinnliche Information, der Funke, der knisternd überspringt und das Unausgesprochene sind der Stoff, aus dem die Performance schöpft.

Fünf Tänzer*innen kommunizieren tänzerisch auf sinnlichen Ebenen und vertanzen ausgesprochene und unausgesprochene Worte. Die Freiheit der Interpretation führt zu einem spannungsvollen Austausch. Sie verwickeln das Publikum in den Reiz der physischen Gegenwart, in die Energie und Schwingung des Moments. Mit tänzerischem Erfindungsreichtum und großer Sensibilität kreieren die Tänzer*innen eine vibrierende und kommunikative Performance.

VIBES Trailer from Britta Lieberknecht on Vimeo.

Kölnische Rundschau

von Thomas Linden

„Lange gab es keine Tanzproduktion in Kölns freier Szene, in der soviel getanzt wurde. Es ist faszinierend...„Vibes“ steckt voller Überraschungen und fesselt sein Publikum mit knisternden Begegnungen, in denen frische Tanzfiguren zu sehen sind. Eine Choreographie, die keine Konventionen zulässt, gut ausbalanciert ist und stets experimentell bleibt.“


Kölnische Rundschau / Ganzer Artikel

Kölnische Rundschau

von Thomas Linden

Wenn man sich nur gut riechen kann
In „Vibes“ gehen Britta Lieberknecht und ihr Ensemble auf Tuchfühlung
Beziehungen haben eine Zukunft, wenn man sich gut riechen kann. Also erschnuppern sich die Tänzerinnen (Clara Thierry, Maria Mercedes Flores Mujica und Neus Barcons Roca) und Tänzer (Dario Wilmington und Jacob Gómez Ruiz) des Ensembles von Britta Lieberknecht zunächst einmal. Offenbar sind die Düfte angenehm, denn nun darf das Publikum in der Tanzhalle der Alten Feuerwache erleben, wie die „Vibes“ wirken.
Mit dem Titel ist die Ausstrahlung gemeint, und davon besitzt das funfköpfige Ensemble einiges an Potenzial. Schon die Körper sind sehr unterschiedlich und finden sich dann doch in wechselnden Duetten. Die zierliche Neus Barcons Roca entdeckt tanzend den Körper des großgewachsenen Dario Wilmington. Die komplexen Choreographien des Abends eint, dass sie die Unterschiedlichkeit von Mann und Frau betonen. Und das funktioniert, weil man sich auf Augenhöhe begegnet.
Lange gab es keine Tanzproduktion in Kölns freier Szene, in der soviel getanzt wurde. Mehr als 70 Minuten lang wird mit dem Körper erzählt. Eine faszinierende Angelegenheit, wie die Paare einander locken, herausfordern und mit feinem Humor erobern. Dazu liefert Gerno Bogumil dezente, aber pointierte Klänge. In einer Sequenz begleitet er Maria Mercedes Flores Mujica mit dem Kornett, die Bewegungen von Tanz und Musik korrespondieren so treffend, dass der Dialog zu einer spontan entwickelten Jazz Sequenz wird.
„Vibes“ steckt voller Überraschungen und fesselt sein Publikum mit knisternden Begegnungen, in denen frische Tanzfiguren zu sehen sind. Eine Choreographie, die keine Konventionen zulässt, gut ausbalanciert ist und stets experimentell bleibt.



Kölner Stadtanzeiger / Bergisches Land

von Gisela Schwarz

„Es gibt kein Bühnenbild und kein Bühnenlicht, nur Stühle für die Besucher an den Wänden. Und dennoch nimmt der tänzerische Dialog der fünf TänzerInnen sofort gefangen, man ist Teil dieser Performance...“


Kölner Stadtanzeiger / Ganzer Artikel

Kölner Stadtanzeiger / Bergisches Land

von Gisela Schwarz

Wenn Menschenpaare verschmelzen
Britta Lieberknecht „testet“ ihre neue Choreografie „Vibes“ im Studio Britanniahütte
Bergisch Gladbach. Wenn Britta Lieberknecht zu Proben in ihr Studio Britanniahütte 25a einlädt, zieht sie regelmäßig Freunde des zeitgenössischen Tanzes an. Gleich zwei Vorpremieren von „Vibes“ (Schwingungen) sind denn auch in den letzten Tagen ausgebucht.
Es gibt kein Bühnenbild und kein Bühnenlicht, nur Stühle für die Besucher an den Wänden. Und dennoch nimmt der tänzerische Dialog der fünf TänzerInnen sofort gefangen, man ist Teil dieser Performance, einen „Testflug“ nennt Britta Lieberknecht diese Probe am Samstag, die so ganz anders ausfällt als die vorherige: „es gibt immer wieder neue Geschichten – der letzte Teil war improvisiert“ sagt sie nach der über einstündigen Vorstellung. Zwei Monate lang haben die TänzerInnen Clara Thierry, Dario Wilmington, Jacob Gómez Ruiz, Maria Flores Mujica, Neus Barcons Roca und der Klangperformer Gerno Bogumil an der Vermittlung zwischenmenschlicher Verständigung gearbeitet und in einer eigenen Körpersprache Dialoge ohne Worte entwickelt – jeder mit einer anderen Körpersprache.
Zu Trompetenklängen beginnt die Begenung dreier Tänzerinnen und zweier Tänzer mit gegenseitigem Annähern, Beschauen, bis sich zwei Paare näher betrachten, beriechen. Irgendwann formieren sie sich zu einer ineinander verschlungenen Gruppe, die entfernt an den „Raub der Sabinerinnen“ von Giambologna in Florenz erinnert, in Abwehr, irgendwann auf dem Boden rutschend – jedes Individuum wie in Trance, in Zeitlupe. Wieder nähert sich ein Paar an, atmet und agiert im selben Rhythmus, bis es in akrobatischen Schwingungen miteinander verschmilzt.
Es ist die Architektur der Beziehungen, die die fünf immer wieder in Variationen performen. Sie beziehen sogar das Publikum ein, das überrascht entweder wegschaut oder mitagiert. „Man spürt jeden Luftzug, die Körperlichkeit – so nahe ist man noch keinem Tänzer gekommen“ sagt eine Besucherin später. „Ja „Vibes“ lebt auch von Ihrer Präsenz – jedes Publikum ist anders“, sagt Britta Lieberknecht. „Dieses achtsame Miteinander hat mich sehr berührt – das brauchen wir in dieser Zeit“, stellt Christiane Budden, Tänzerinnund Tanzpädagogin, fest.
In der Halle der Alten Feuerwache in Köln, Melchiorstr. 3, feiert „Vibes“ heute, am Donnerstag, Premiere. Wir verfügen dann über eine Fläche, die viel größer ist als hier“ so Lieberknecht. Eine spannende Herausforderung!


 


 

VIBES
Tanzperformance im Raum zwischen den Worten

Künstlerische Leitung: Britta Lieberknecht
Choreografie: Britta Lieberknecht & Company
Tanz: Britta Lieberknecht, Dario Wilmington, Jacob Gómez Ruiz, Maria Flores Mujica, Neus Barcons Roca
Musikperformance: Gerno Bogumil
Lichtdesign: Dietrich Schuckließ
Fotos: Martin Miseré
Video: Monika Pirch
PR Design: Mira Savani Falkenberg, Frank Domahs

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln


Medienkooperation mit rausgegangen.de